21 kompakte Radrundwege in
Mecklenburg-Vorpommern
Radtouren von 100 bis 400 Kilometer Länge von
Ahlbeck, Wismar, Schwerin und Rostock an die Ostsee
29.06.2012
Neben sieben Fernradwegen beschreibt die Radbroschüre des
Tourismusverbandes auch 21 kürzere Rundtouren. Zu verschiedenen Themen
können Radler auf 100 bis 400 Kilometern zwischen Ahlbeck und Zarrentin
Gutshäuser, Residenzstädte, Eiszeit- oder Flusslandschaften entdecken.
Der westliche sowie der östliche Backsteinrundweg führen Radreisende in
sieben bzw. fünf Etappen durch die sanfte Landschaft Mecklenburgs zu
einigen der schönsten und beeindruckendsten Bauwerken norddeutscher
Backsteingotik.
Gäste, die beispielsweise in der Region Fischland-Darß-Zingst unterwegs
sind, können auf dem gleichnamigen Rundweg in vier Etappen die
Halbinsel und das Umland erkunden. Direkt am Bodden schlängelt sich der
Weg entlang durch die Fischerdörfer Born und Wieck, vorbei an
Schilfinseln und Zeesbooten. Bei Prerow gönnen sich erschöpfte Radler
am feinen und breiten Sandstrand eine Pause. Drei weitere Teilstrecken
des Rundweges führen über Zingst, Barth, Stralsund und Marlow zurück
nach Ribnitz-Damgarten.
Eine kleine Herausforderung ist die vergleichsweise hügelige Rundtour,
die Radfahrer durch die Mecklenburgische Schweiz leitet. Das Tal der
Peene, die auch Amazonas des Nordens genannt wird, gehört zu den
letzten unverbauten Flusslandschaften Europas. Radwanderer erwarten
auch hier eine unverfälschte Natur und geschichtsträchtige Orte, wie
unzählige Schlösser und Herrenhäuser, die hinter den Hügeln hervorlugen.
Backsteinrundwege:
Der Westliche
Der westliche sowie der östliche Backsteinrundweg führen Radreisende in
sieben bzw. fünf Etappen durch die sanfte Landschaft
Mecklenburg-Vorpommerns zu einigen der schönsten und beeindruckendsten
Bauwerken norddeutscher Backsteingotik. Ausgangspunkt des 380 Kilometer
langen westlichen Themenwegs ist die Landeshauptstadt Schwerin mit
ihrem Märchenschloss und dem 117,5 Meter hohen Backstein-Dom, einem der
höchsten in ganz Deutschland. Über Dörfer und Kleinstädte, die
ebenfalls mit oft unerwartet großen und reich bemalten
Backsteinschätzen aufwarten, geht es bis in die Hansestadt Wismar, die
seit 2002 zum Unesco-Welterbe gehört. Auf der darauf folgenden Strecke
in die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, die Hansestadt Rostock,
sollten Radtouristen die Erhabenheit des Bad Doberaner Münsters, der im
Jahre 1368 geweihten Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters, auf
sich wirken lassen. Es gilt das bedeutendste mittelalterliche Bauwerk
in Mecklenburg-Vorpommern.
Backsteinrundwege:
Der Östliche
Wer die Backsteinbauten im östlichen Teil des Landes entdecken möchte,
startet in der Hansestadt Rostock mit ihren Kirchen und Giebelhäusern
und mit dem traditionsreichen Seebad Warnemünde. Entlang der
Ostseeküste führt der Weg bis nach Ribnitz-Damgarten, dessen schmale
Gassen und trutziges Rostocker Tor schon den Maler Lyonel Feininger
inspirierten. Weiter führt der östliche Backsteinrundweg am Boddenufer
bis nach Stralsund. Die Hanse- und Welterbestadt wartet ebenfalls mit
mittelalterlichen Wolkenkratzern, St. Marien, St. Nikolai und St.
Jakobi, auf. Den Weg weiter südöstlich, in die Hansestadt Greifswald,
weisen ihre Namensvetter, „langer Nikolaus”, „dicke Marie“
und „kleiner Jakob“ genannt, die bereits Caspar David Friedrich auf
Leinwand verewigte. Zurück zum Ausgangspunkt führt der insgesamt 297
Kilometer lange Rundweg durch das Binnenland über Grimmen, Tribsees und
Sanitz.